Monatliches Archiv für Januar, 2010

Rotorua – Waitomo – Taupo – Wellington

In Rotorua haben wir am zweiten Tag die Vulkanfelder vom Wai-O-Tapu Thermal Wonderland besucht. Ich habe mich auf diesen Ausflug sehr gefreut, denn es ist einer der Orte, an die ich mich noch erinnern kann. Wie bereits erwaehnt habe ich vor 29 Jahren mit meinen Eltern bereits Neuseeland bereist. Und die nach Schwefel und faulen Eiern stinkenden und blubbernden Loecher habe ich in all den Jahren nicht vergessen. Und so wollte ich diesen Ort unbedingt wieder besuchen. Simi konnte den Gestank kaum ertragen…

Spaeter haben wir in Rotorua noch etwas Shopping betrieben. Im Moment herrscht hier Ausverkauf. Ob es Weihnachts-, Sommer- oder einfach sonst ein Sale ist, habe ich nicht herausgefunden. Aber dafuer einige Shirts und einen neuen Lieblingshoodie. Den werdet ihr bestimmt nun oefters zu sehen kriegen…

Am Samstag sind wir fruehmorgens nach Waitomo weitergefahren. Auch auf diesen Ort habe ich mich sehr gefreut, da ich noch Erinnerungen von frueher daran habe. In Waitomo befinden sich die beruehmten Glow Worm Caves. In diesen Hoehlen kann man tausende von Gluehwuermchen bewundern. Man faehrt mit einem Schiff durch einen unterirdischen Flusslauf und ueber den Koepfen leuchtet und funkelt es tausendfach herunter. Ein sehr beeindruckendes und einmaliges Erlebnis. Wer AVATAR gesehen hat: vergleichbar mit dem Leuchten im Wald. Extreeem schoen!!
In den Hoehlen war es angenehm kuehl, draussen dafuer brennend heiss. In der Sonne war es kaum auszuhalten, wir sind uns den Sommer wohl noch nicht so gewohnt. In Waitomo hat uns unser Busdriver noch auf einen kurzen Stop zu seiner Mutter gefahren. Sie fuehrt die einzige Farm in Neuseeland mit Angora-Hasen. Die putzigen Tierchen liessen sich ganz artig schaeren, das Fell ist weicher als Watte.
Von Waitomo sind wir anschliessend weiter nach Taupo gefahren. Vor Taupo haben wir die Huka Falls besucht. Ein sehr schoener Fluss mit einem gewaltigen Wasserfall. Kaum zu glauben, dass die Kiwis sich dort mit den Kanus runterwagen.
In Taupo erreichte uns das schlechte Wetter. Feiner Nieselregen und eine geschlossene Wolkendecke. Wir zogen um die Pubs und genehmigten uns ein paar Biere und gewannen gegen ein paar junge Englaender im Billard.

Heute Sonntag sind wir dann von Taupo weiter nach Sueden gefahren. Das verhangene Wetter hat perfekt zur Landschaftskulisse gepasst, denn in dieser Gegend wurden die meisten Landschaftsszenen von Lord of the Rings gedreht. Schaurig schoen.
Am spaetern Nachmittag sind wir nun in Wellington angekommen. City of Winds wird Wellington auch genannt. Und zumindest heute wird die Stadt ihrem Namen durchaus gerecht. Stuermische Winde und wieder Nieselregen (oder auch etwas mehr).
Ich habe eine Beziehungskrise riskiert, als ich darauf bestanden habe trotz Regen auf den Mt. Victoria zu gehen. Mt. Victoria ist eigentlich ein wunderschoener Aussichtspunkt ueber der Stadt. Aber bei diesem Wetter einfach nur ein nasser, kalter und extreeeem windiger Huegel. Ich wollte aber trotzdem unbedingt da hoch, den Grund verrate ich dann spaeter… Ein Taxifahrer hat uns dann beim Abstieg vor dem gefuehlten Naessetod bewahrt.

Jetzt geniessen wir noch etwas den Abend hier in der Hauptstadt. Und morgen geht es um 8:25 mit der Faehre ueber die Cookstrasse auf die Suedinsel. Hoffen wir, dass sich die Winde und Wellen bis dann etwas beruhigt haben…

Coromandel Town – Thames – Matamata – Rotorua

Von Whitianga sind wir mit dem Bus weiter nach Coromandel Town gefahren. Coromandel ist eine wunderschoene Halbinsel, die einen Besuch sicher wert ist. Tolle Straende, kurvige Strassen und eine beeindruckende Landschaft. Ross, unser Busdriver hat uns mit vielen interessanten Details und Informationen bedient.

Coromandel Town ist eine verschlafenes, aber sympathisches kleines Goldgraeberoertchen. Western-Saloon inklusive. Dort haben wir uns dann auch gleich unter die Locals gemischt und mit Peter ein paar Worte und Bier gewechselt. Simi hat mich im Billard geschlagen…

Am naechsten Morgen sind wir nach einer ruhigen Nacht in der tollen Anchor Lodge mit dem Bus weiter nach Thames. Dort haben wir uns von Ross verabschieded und sind in den Bus Richtung Rotorua umgestiegen. Die Stecke nach Rotorua fuehrt durch ebenes Landwirtschaftland. Viele Rinderherden und vereinzelte Hoefe. Ich glaube, hier in der Gegend wollten meine Eltern damals eine Farm kaufen.

Kurzer Zwischenhalt in Matamata. Hier steht das Dorf der Hobbits, bekannt aus „Lord of the Rings“. Hier wird nun auch „The Hobbit“ gedreht, der Vorgaenger von LOTR.

In Rotorua sind wir dann in den Redwood Forest gefahren. Ein wunderschoener Wald mit riiiiesigen Baeumen. Diese wurden vor Jahren aus Kalifornien importiert und gedeihen offenbar nirgend auf der Welt so schnell und praechtig wie im Klima von Rotorua. Der Wald ist auf jedenfall sehr eindruecklich und der Spaziergang unter den Riesen angenehm kuehl.

Apropos Wetter: bisher koennen wir uns ueberhaupt nicht beklagen. Es ist eher zu warm als zu kalt. Sonnenschein den ganzen Tag. Es hat wohl Cumulus Wolken am Himmel, die dienen aber vorallem der schoenen Optik, wie es scheint. Gut, am ersten Abend in Rotorua hat es dann doch ziemlich heftig gewittert und wir sind nach dem Billardspielen (Simi hat wieder gewonnen) auf dem Weg ins Hostel bis auf die Knochen verschifft worden. Who cares…

Heute dann haben wir nach ausgiebigen Ausschlafen eine Riverrafting Tour gemacht. Rotorua ist nebst dem Maorizeugs (viel zu touristisch) und dem Geysirzeugs (machen wir morgen) bekannt fuer das Riverrafting. Und so haben wir uns gleich fuer den groessten Nervenkitzel entschieden und haben „the big five“ gemacht. Eine Riverrafting Tour in einem bezaubernden Urwaldfluss. Hoehepunkt ist der 7 Meter Wasserfall, offenbar der hoechste Wasserfall, den man weltweit im komerziellen Riverrafting bezwingen kann. Es war fantastisch und wir haben ziemlich Wasser geschluckt.

Fotos folgen erst spaeter, die PCs hier sind nicht so das gelbe vom Ei.

Dubai – Sydney – Auckland – Whitianga

In Dubai hat sich der Abflug verspaetet, da wegen dem Nebel offenbar das Flugzeug nicht rechtzeitig bereit gestellt werden konnte…
Der Flug mit dem A380 nach Sydney war dann aber sehr angenehm. Das neue Flugzeug bietet auch in der Holzklasse viel Platz und mit dem onboard Entertainment bleiben keine Wuensche offen!
In Sydney erwartete uns Regenwetter, was uns aber nicht weiter kuemmerte, da wir gleich weiter nach Auckland geflogen sind. Nach 33 Stunden Reise sind wir dann am Sonntag Mittag in Auckland angekommen.

Dort haben wir gleich neben dem Vulkan unsere erste Unterkunft bezogen. Die Gegend um den Mt. Eden ist extrem ruhig und relaxed. Wir sind etwas im Viertel spaziert, haben die tollen Haeuser bestaunt und sind im 24h-Shoppingcenter die Zutaten fuer unser erstes BBQ einkaufen gegangen. Bei schoener Abendsonne haben wir dann im Garten des Hostels gegrillt und mit den anderen Gaesten geplaudert.

Am Montag sind wir dann nach dem Fruehstueck mit dem MagicBus auf die Reise gegangen. In Thames haben wir den Bus gewechselt und sind in Richtung Coromandel Peninsula weitergefahren. Das Reisen mit dem Bus ist sehr angenehm, da lauter Backpackers mitfahren und so Tips und Erfahrungen ausgetauscht werden koennen. Zudem wissen die Fahrer viel interessantes ueber Land und Leute zu erzaehlen.

Am Hot Water Beach haben wir die Ebbe verpasst, deshalb konnten wir uns auch keine Natur-Badewanne im Sand graben. Aber der Strand war auch so ein toller Blickfang. Weiter gings zur Cathedral Cove. Die wunderschoene Bucht erreicht man nach 35 Minuten Wanderung durch Farnwaelder und entlang der Kueste. Ein traumhafter Ort, ich habe tolle Fotos machen koennen…

In Whitianga haben wir dann direkt am Buffalo Beach im Hostel eingecheckt. Mit Bikes haben wir die Umgebung erkundet und die lokalen Burgers und Beers ausprobiert. Und sind dann erschoepft in Tiefschlaf gesunken.

Heute dann nochmals eine Biketour an den Simpsons Beach, dort habe ich zwei Travelbugs in einem Geocache versteckt. Am Mittag haben wir uns Pizza gebacken und warten nun auf den naechsten Bus, der uns nach Coromandel Town bringen wird.

Whitianga


Schon den ersten Sonnenbrand eingefangen…