(M)Ein Leben ohne Auto…

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Keine Angst, das wird kein Fundi Beitrag.

Ich lebe mein Leben ohne Auto. Ich besitze zwar eines, habe aber keinen Führerschein. Seit 15 Jahren habe ich ein Generalabo und bin sehr glücklich damit.
Selbstverständlich bin ich ab und zu sehr froh, wenn ich bei einem Kollegen mitfahren darf. Oder wenn mich der Nachbar zur IKEA begleitet. Aber für mich selbst brauche ich kein Auto.
Klar, ich lebe in der Stadt und arbeite in der Stadt. Das habe ich aber auch so gewählt. Und klar, ich habe (noch) keine Familie, (noch) keine Kinder.

Und doch: Es geht auch mit Familie ohne Auto. Und zwar ohne Murks und grosse Einschränkung. Das habe ich bei einer befreundeten Familie mit 4 Kindern, die auf dem Land wohnt persönlich miterlebt. Es ist eine Frage der Bequemlichkeit, der Organisation und der Anpassung.

Dass es auch weitere Familien gibt, die ganz gut ohne Auto leben können, zeigt offenbar ein Artikel im Beobachter. Andreas von schweizweit.net hat darüber geschrieben.

Etwas ist mir wichtig:
Viele Leute mit Auto können sich nicht vorstellen, wie es ohne Auto ist. Für viele ist die Vorstellung von einem Leben ohne Auto verbunden mit Anstrengung, Einengung und Verlust von Lebensqualität. Ich sehe es ganz anders: Für mich ist das Leben ohne Auto durchaus ein Gewinn von Lebensqualität. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt, sondern dass ich mit dem öV durchaus auch etwas gewinne.

Und dass der öV billiger und ökologischer ist, sollte mittlerweile jedem klar sein.

11 Antworten auf “(M)Ein Leben ohne Auto…”


  • Tom & Toms Frau & Toms Grosses Kind & Toms Kleines Kind… fahren alle gerne mit ÖV..mangels Führerschein in der Familie 😉

  • oh, dann wurde daraus nix?

  • Leider nein… das Auto gefällt uns immer noch super gut..
    Aber dann wohl lieber eins mit 1 oder 2 Metern weniger 😉

  • Ich kaufte mir mein erstes Fahrzeug mit 2001, also mit 38 Jahren. Den Fahrausweis hatte ich im Jahre 1984 gemacht. Wir verbrachten mit den Kids verdammt viele Jahre ohne das Auto und geschadet hats nicht. Natürlich war von Vorteil in der Nähe der Stadt oder sogar in der Stadt zu wohnen (Genf oder Zürich). Dann plötzlich als die Kids 12 und 14 Jahre alt wurden und der Sport immer intensiver, wollte ich nicht mehr hinten anstehen, wenns es hiess Auswärtsspiel. Zudem war es mühsamer geworden irgendwohin zu kommen (neuer Wohnort ist Schuld.
    Aber ich stimme mit dir überein, ein Auto ist wirklich nur auf dem Land nötig.
    Wenn ich denke, dass wir mit dem Kinderwagen im Zug nach Paris fuhren und den ganzen Weg nach Paris meine Frau oder ich draussen beim Eingang Wache stehen mussten, weil die Abteile überfüllt waren und wir den Kinderwagenaufsatz nirgends hinstellen oder hinein nehmen konnten. Tststs das waren noch Zeiten, hardcore Zeiten. Jahrelang ein geschleppe mit den Kids. Aber hey, wir kannten nichts anderes und wollten auch nichts anderes wissen. Damals, ich betone das damals.
    Jetzt sind wir bequem geworden und möchten es nicht mehr missen, das Auto.

  • huii, da kann ich gar nicht mit dir einig gehen.
    natürlich bin ich auch für mehr ökologie etc.
    aber da wo ich wohne hats weder nen laden noch ne post, das postauto fährt nur im 2std takt und ohne auto wär ich schlicht aufgeschmissen mit 3 kindern die zt nicht im dorf selber zur schule gehen, bzw alle sportlich in vereinen mitmachen. und was ist wenn einer von den dreien mal notfallmässig zum arzt muss?da kann ich nicht erst 2 std aufs poschti warten:-)
    es ist schon viel für mich mit dem zug an den bloddy friday zu fahren, ich hasse es von etwas abhängig zu sein, in diesem fall sind es die zeiten!

  • Du bist das Beispiel vom Lande, welches ich meinte.

  • genau, bluetime. wie gesagt: ich bin gar kein fundi.
    es gibt durchaus (lebens-)situationen, die ohne auto nicht machbar sind.
    mir ging es im beitrag eigentlich bloss darum aufzuzeigen, dass man ohne auto auch leben kann, ohne auf weissnichtalles verzichten zu müssen. ich werde oft belächelt (bedauert?) wenn ich erzähle, dass ich keinen führerschein habe. dass es mir mit „meinem“ GA ganz wunderbar gefällt, kann sich mancheiner hinter einem steuer gar nicht vorstellen.

  • @roger…jaja, ich weiss dass ich ein absolutes landei bin 🙂
    @chrigu…momol, kann ich mir schon vorstellen! weil ich mir vorstellen kann dass jede/r das tut was für einem stimmt 🙂

  • p.s.
    wollte eben den Beobachter Artikel lesen, aber ohne Login geht da nix, mal sehen ob im Google Chache was finde…. oder kannst du mir den text mailen, das wäre nett! cheers.

  • ich habe den text leider auch nicht. als ich diesen beitrag erfasst habe, war der text noch frei zugänglich.

  • ok – frag mal hier ob jmd. den Beobachter abboniert hat…

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