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We LOST our heart

Gestern Abend wurde auf SF2 die Staffel 5 von LOST gestartet. Gleich vor der ersten neuen Episode wurde eine Zusammenfassung der letzten Staffeln gezeigt.

Ich habe sehnsüchtig auf den Start der neuen Staffel gewartet. Seit wir vor bald einem Jahr die Drehorte der Serie auf Oahu besucht haben, ist die Verbundenheit mit der Serie noch grösser geworden.
Doch dass der Sog und die Faszination gleich so gross werden wird, habe ich nicht erwartet. Und so haben wir gestern einige Male das Fernsehbild angehalten (SwisscomTV sei dank!) und uns die Szenerie angeschaut.

„Da, GENAU da simer o ghocket!“ oder „…kennsch dä Boum no?“ und „Ouuu, weisch no…?“
Ein Dejà-vu nach dem anderen… Und wir mussten uns beide eingestehen, dass die Bilder aus Hawaii auch eine grosse Sehnsucht wieder mehr auflodern lässt. Denn: we definitively LOST our hearts in Hawai’i!

Mal gucken, ob es uns auf der nächsten Reise ähnlich ergehen wird. Neuseeland hat ja auch schon einigen Monumentalfilmen als Kulisse gedient.

Foto Credits aus Hawaii

Schmap for the iPhoneIch habe ja bekanntlich meine Ferienfotos aus Hawaii auf flickr geladen. Eines dieser Fotos hat es nun sogar in einen Reiseführer geschafft!

Schmap sind Online-Reiseführer, die es für unzählige Reiseorte auf der Welt gibt. Diese Reiseführer lassen sich auch downloaden und offline betrachten. Und auch für das iPhone oder den iTouch gibt es die Reiseführer.
Hier der Link auf die neueste Ausgabe des Reiseführers „Honolulu“ mit meinem Foto.

Desweiteren habe ich vor ein paar Wochen plötzlich ein Päckli aus Hawaii in meinem Briefkasten gehabt. Und siehe da: Scott und Terry vom Hilo Bay Hostel in Hilo haben sich mit einem Tshirt für meine Fotos des Hostels bedankt!
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Die Fotos schmücken nun die Homepage des Hostels. Huere cool!

Manchmal gibt es Dinge, die man weder erwartet noch für möglich gehalten hat.

Leider schon vorbei…

Tja, so schnell kann es gehen. Die Ferien sind fertig und das normale Leben hat uns wieder. Was bleibt sind die Erinnerungen. Und die sind umso schöner.

Der Vollständigkeit halber folgt hier nun noch der Bericht der letzten Tage in Hawaii.
Am Freitag der zweiten Woche flogen wir von Oahu auf Big Island, also von Honolulu nach Hilo. Hilo ist die zweitgrösste Stadt im Staat Hawaii und zugleich die regenreichste Stadt der USA. Und so regnete es denn auch bei unserer Ankunft in Hilo. Etwas, das wir uns gar nicht mehr so gewohnt waren. Aber da die Luft sehr warm und der Regen eher fein war, änderten wir an unserem lockeren Outfit nicht wirklich was.
Einquartiert haben wir uns im Hilo Bay Hostel im Zentrum von Hilo. Das Hostel ist sehr gemütlich und wirkt (wie eigentlich ganz Hilo) wie aus dem letzten Jahrhundert.

hilobayhostel

Ein paar Strassen weiter fanden wir ein schummriges Lokal, das in einem Hinterzimmer ein paar Billardtische aufgestellt hat. Und so verbrachten wir den Abend bei einigem Alkohol und massen uns mit „Locals“ an den Tischen. Ein sehr lustiger und spannender Abend mit vielen interessanten Gesprächen mit „echten“ Hawaiianern und solchen die irgendwann in Hilo gestrandet sind. So wie beispielsweise der Buschpilot Jay, der nach vielen Jahren Alaska nun in Hawaii lebt.

Den nächsten Tag starteten wir etwas mit einem Hangover. Und doch liessen wir uns von der Elmaa im Taxi an den Airport chauffieren. Dort entschieden wir uns dann mehr oder weniger spontan für ein etwas spezielleres Erlebnis und buchten einen Helikopterflug um die Lavafelder des Vulkans Kilauea von oben zu bestaunen.
Und so liessen wir uns während knapp einer Stunde von Robert Blair die Krater, Lavafelder und Lavaströme aus dem Heli zeigen und erklären. Leider beschränkt sich die Vulkanaktivität im Moment hauptsächlich auf unterirdische Ströme, darum blieb uns der Blick auf einen fliessenden Lavastrom leider verwehrt. Dennoch gewährte uns der Blick aus der Luft beeindruckende Ansichten.

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Am nächsten Tag haben wir uns ein Auto gemietet und uns etwas die Umgebung von Hilo angeschaut. Nach der Besichtigung der Rainbow Falls (in strömendem Regen) sind wir per Zufall an einen Tropischen Botanischen Garten gelangt. Die Farben, Formen und die Üppigkeit der Pflanzen und Blüten war sehr beeindruckend und der Garten (wenn man dem so sagen kann) in einem verwunschenen Tal und verträumten Bucht sehr idyllisch angelegt. Selbst eine nackte, echte Fee konnten wir bestaunen (oder zumindest ein entsprechendes verstecktes Fotoshooting beobachten).

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Gegen Abend machten wir und dann mit dem Auto auf nach Kalapana, um dort das Schauspiel des Lavastroms, der direkt ins Meer fliesst zu bestaunen. Trotz Verbots- und Gefahrenschildern fuhren wir mit dem Auto über erstarrte Lavafelder bis uns Rangers anwiesen zu parkieren. Von dort aus marschierten wir über die schwarze Lava bis zum Meer. Dort warteten wir bis es dunkel wurde und konnten dann die sprühende Lava sehen. Sehr eindrücklich, aber leider in der Dunkelheit und ohne Stativ kaum zu fotografieren. Und dennoch sicher einer der Höhepunkte der Reise, diese Bilder werden im Kopf drin bleiben…

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Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto einmal rund um die Insel. Auf diesen knapp 300 Meilen begegneten wir viiiiel Lava, pechschwarzen Sandstränden, endlos langen schnurgeraden Strassen, kamen am südlichst gelegenen Ort der USA vorbei und erlebten den bizarren Wechsel von heisser Lavawüste zu feuchtem Regenwald. Ein langer Tag… den wir wiederum im Billardschuppen in Hilo ausklingen liessen.

Der nächste Morgen hielt für uns dann eine Überraschung bereit. Nicht nur, dass in Hilo die Sonne schien (was offenbar selten genug vorkommt), nein auch sonst war nicht immer alles wie sonst. Wir verabscheideten uns von den netten Betreibern des Hilo Bay Hostels und schleppten unsere Koffer zum Mietauto, das wir vor dem Hostel geparkt hatten. Folgendes Bild bot sich uns:

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Also mal Autovermieter anrufen, der tut komisch und meint das uns das (trotz Versicherung) eine Stange Geld kosten werde. Also rufe ich 911 und so tauchen nach ein paar Minuten zwei Police-Officers (jeder im eigenen Auto) am Tatort auf. Spurensicherung, Abklärungen und der Hinweis, dass wir das wohl kaum zu berappen hätten. Mittlerweile haben auch die vom Hostel von der Geschichte erfahren und rufen selbst von sich aus beim Autovermieter an. Falls er es wagen würde, uns eine Rechnung für die Räder auszustellen, würde kein einziges Hotel in Hilo je mehr mit ihm ein Geschäft machen… Echt nette Leute, die Betreiber vom Hostel!
Nach dem (ziemlich easygoing) Papierkram mit den Officers auf dem Parkplatz ging es dann mit dem Taxi an den Flughafen, wo wir noch problemlos unseren Flieger zurück nach Honolulu erwischten.

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Die letzten Tage verbrachten wir dann noch gemütlich in Waikiki. Tagsüber am Strand und auf dem Surfbrett, abends in einer der vielen Bars. Oder beim BBQ auf dem Roofdeck unseres Apartmentbuildings (inkl. stunning view of Waikiki and Beach). Wir genossen also die letzten Tage nochmals in vollen Zügen und erfreuten uns an den sommerlichen Temperaturen.

Letzten Freitag dann die Heimreise. Wir hofften bis zu letzt, dass wir wegen der Schweinegrippe nicht zurückfliegen können. Dieser Wunsch blieb aber ein Wunsch. Und so machten wir uns auf den laaaaangen Weg (30 Stunden) via Los Angeles und London und Zürich zurück nach Bern. In Los Angeles erlebten wir während unserem kurzen Aufenthalt zudem noch ein kleines Erdbeben (später soll es sogar noch stärker gebebt haben), aber nach so vielen Erlebnissen und Eindrücken in den letzten Tagen liess uns das ziemlich kalt.

Tja, wieder zu hause. Hier ist es durchaus auch sehr schön. Eine Erkenntnis, die ich nicht zum ersten Mal nach einer langen Reise habe. Zurück bleiben Fotos und viiiele Erinnerungen. Und das Versprechen, dass wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal auf Hawaii waren…

Sunset at Waikiki Beach

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