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Krieg gegen die Schweiz

Ein Kamel(-treiber) ruft zum heiligen Krieg gegen die Schweiz auf. Historiker sind nun gefragt: wann gabs die letzte Kriegserklärung gegen die Schweiz?
Bedenkliche Entwicklung…
Die Frage ist nur: soll man den einsamen Wüstenfuchs ernst nehmen? Ist nicht der ganzen Welt bewusst, was für ein Lappi das ist? Nun ja, es sei ein heiliger Krieg gegen die Schweiz. Selbsternannte Gotteskrieger gibt es überall, und deren Ohren sind empfänglich für noch so abstruse Aussagen mit denen sie ihr Tun rechtfertigen können…

Die Krise mit Libyen dauert nun schon fast zwei Jahre. Und doch scheint die Schweiz nichts daraus gelernt zu haben. Ich zitiere aus dem Bericht zum Aussenhandel der Eidg. Zollverwaltung vom 18.02.2010:

Aus Europa bzw. der EU (- 3,4 %) wurde weniger importiert, wogegen die Bezüge aus Afrika (Libyen) um die Hälfte stiegen.
[…]
Um einen Achtel stiegen die Importe aus Österreich und Tschechien, während jene aus Spanien und Polen um 15 bzw. 18 % zulegten. Derweil verdoppelten sich die Zufuhren aus Libyen und jene aus Aserbaidschan stiegen um das Anderthalbfache.

Egal ob sie nun um die Hälfte stiegen oder sich verdoppelt haben, Fakt ist, dass die Schweiz immer noch gross mit Libyen geschäftet. Hauptsache das Geld fliesst, egal aus welcher obskuren Quelle auch immer. Mein Ekel über diese Art von Geschäften, die die Schweiz reich mach(t)en, wird immer grösser.

Tamoil in Bern

Alternativen zur Tamoil, an der ich jeden Tag auf dem Weg ins Büro vorbeilaufe und die der Familie des Kameltreibers gehört, gibt es, und auch die Blogger/Twitterer/Facebookler könnten ihren Beitrag leisten

Ach ja, ein Postskriptum gibt es auch noch: Zum Thema Minarettverbot, SVP und Feuersbrunst gäbe es Fachliteratur, die man sich mal wieder zu Gemüte führen sollte.

Polanski festgenommen – Wo ist der Skandal?

Manchmal bin ich schon sehr erstaunt über den Knick in der Optik von gewissen Leuten.
Da wird ein geständiger Vergewaltiger einer Minderjährigen verhaftet und die Öffentlichkeit zeigt sich darüber entrüstet. Selbst von einem Skandal ist die Rede, ja sogar das Ansehen der Schweiz wird in Frage gestellt.
HALLO?!

Eben noch zeigte man sich stolz auf das schweizerische Rechtssystem, das auch vor einem prügelndem Diktatorssohn nicht Halt macht. Vor dem Gesetz sei jeder gleich undsoweiter… Und nun ist das offenbar alles ganz anders.

Nur weil der Polanski ein gefeierter Regisseur ist, werden beide Augen zugedrückt. Eine Vergewaltigung einer Minderjährigen… nicht so schlimm. Er hat gestanden… ach was, bestimmt ein Irrtum. Internationaler Haftbefehl… gilt sicher nicht bei uns. Internationale Abkommen… gelten sicher nicht bei einem solchen Fall.
Wäre der Polanski ein Topbanker, würde seine Verhaftung wohl in allen Tönen gefeiert.

Ich habe mich schon gestern, kurz nach der Bekanntgabe der Verhaftung über die ersten Kommentare genervt. Und ich nerve mich noch immer. Denn eigentlich sollte man dem EJPD gratulieren. Dafür gratulieren, dass sich die Schweiz nicht in die Reihe von Bananenrepubliken und Schurkenstaaten stellt. Denn ein geständiger Kinderschänder soll sich nirgendwo auf der Welt verstecken können. Auch nicht wenn er prominent ist. Und schon gar nicht in der Schweiz.

Jene Kulturkreise, die in diesem Fall von „Kleingeistigkeit“ und „Skandal“ sprechen sind für mich sowas von pfui.

1. August – eine Fotosafari

Gestern war zwar Feiertag, aber meine D90 musste hart arbeiten.

Und am Abend dann gleich nochmals.

Die Videos guckt man am besten in der Vollansicht. Und die Fotos vom Feuerwerk findet man auch auf flickr.

Sehr geehrter Herr Steinbrück…

Ich gehöre auch zu jenen tausenden von Schweizern, die sich weder mit der Peitsche züchtigen noch als Indianer bezeichnen lassen.
Wenn auch der Herr Minister vielleicht in der Sache nicht ganz unrecht hat, ist sein Ton doch alles andere als angemessen und billige (Wahl-)Propaganda.

www.fuer-alle-da.de heisst die vielversprechende Homepage des Bundesfinanzministers Steinbrück. Man kann ihm dort Fragen stellen, die er zu beantworten verspricht.

DRS3 hat eine Standardfrage publiziert, die man dem Minister schicken kann. Ich halte von solchen Massenmails eher wenig. Deshalb habe ich eine persönliche Frage bezüglich den Gefühlen nach der Verunglimpfung eines ganzen Volkes gen‘ Norden verschickt.

Antwort erwarte ich keine. Der Kavalleriemeister ist wohl zu beschäftigt…